Okay, hier ein bisschen etwas über mich, für diejenigen, die es interessiert.

Ich lebe mit meinem Papa und seiner Freundin (mit der ich mich sehr gut verstehe) in einem Ort nahe Berlin. Außerdem wohnt mein Bruder mit hier, mein Stiefbruder und der zweite Stiefbruder lernt an der Nordsee, ist also nur an manchen Wochenenden da.

Ich besuche die 12. Klasse eines Gymnasiums, meine Noten sind Durchschnittlich würde ich sagen und ich hatte irgendwie ab einem Alter von 12/13 Probleme mit dem Essen. Damals dann auch meine erste Magersuchtsphase durchgemacht und bei einer Größe von 1,65m noch ca. 45kg gewogen.

Ich weiß heute nicht mehr genau, wie ich das in den Griff bekommen habe, ich weiß nur, dass das sehr viel mit meiner wirklich geliebten Oma zu tun hatte. Danach begann eine Phase des permanenten Zunehmens, zwar langsam aber dennoch zunehmen. Bis ich vor kurzem ca. 75,7 kg wog und durch den Tod meine Oma und eine Menge anderer Faktoren, die mich emotional eher einem Wrack ähneln lassen fand ich den Wegg zurück zu Ana... Ich hatte diese "Visionen" vom Perfekt Sein schon so lange in meinem Kopf und ich wollte endlich anfangen.

Für mich bedeutet Pro Ana nicht einfach "abnehmen", sondern es ist der Wunsch und das Streben nach Perfektion. Das Hungern ist ein Gefühl der Kontrolle für mich, die Zahlen der Waage bestimmen die Stimmung des Tages, das Gefühl und die Wahrnehmung von Allem. Es vergeht kaum eine Stunde, in der ich nicht plane, irgendwas, irgendwie, in der ich nicht ans Essen denke, an das Fett und mögliche Gewichtsab- und zunahme. Ich würde sagen mein Leben ist davon bestimmt.

Ich bin wegen SVV in Therapie, auch, weil ich viel aus meiner Vergangenheit auszuarbeiten habe, depressiv bin. Mein Vater und seine Freundin wissen, dass ich zur Psychologin gehe, wissen aber weder von SVV noch Depressionen. Sie sehen zwar, dass ich Probleme mit dem Essen hab, weswegen es leider schon wieder oft Streit gibt, aber sie denken trotzdem ich funktioniere, mir gehts gut. Es gibt und gab ja auch nie etwas Negatives, ich habe alle Aufgaben gemacht, immer gelacht und alles eingesehen.... Schön, wenn man ein ganzes Leben lang eine Maske trägt, doch niemand erkennt den Schmerz dahinter und ich merke, dass ich immer schwächer werde....

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